Freitag, 20. Januar 2023

Planvoll ans Ziel

„Nicht zufällig, sondern zielgerichtet. Nicht zufällig, sondern systematisch.“ Mit diesen Worten fasste Ulrike Weber im Dezember 2022 einen mehrjährigen Arbeitsprozess zusammen und freute sich über das erreichte Ziel.

Worum geht es?

Das Jugendhaus St. Christophorus (kurz: das C-Haus) ist eine Einrichtung des Bistums Speyer, Ulrike Weber die stellvertretende Hausleitung und die Umweltbeauftragte. Ihre Aussage bezog sich auf den erfolgreichen Abschluss der Zertifizierung des Jugendhauses mit dem „Grünen Gockel“, dem Umweltmanagementsystem (UMS) in Kirchengemeinden sowie kirchlichen und diakonischen Einrichtungen. Seine Vorgaben orientieren sich an der EU-Verordnung für Umweltmanagement und -audit (EMAS III-Verordnung). Das UMS zielt darauf ab, die Arbeit vor Ort zunehmend umwelt- und klimafreundlicher zu gestalten.

Und dies geht nicht zufällig. Dies geht nicht unsystematisch. Dies geht nicht ziellos. Wer eine Einrichtung (eine Firma, eine Behörde, eine Stadt, ein Bistum, ein Bundesland…) umweltgerecht aufstellen möchte, muss planvoll vorgehen. Zielgerichtet. Systematisch. Der Zufall darf gerne mal helfen, doch verlassen kann man sich nicht auf ihn.

Der Umweltbericht des C-Hauses vermittelt hiervon eine Ahnung. Betrachtet werden die ganze Einrichtung und alle wesentlichen Umweltaspekte:

  • Schöpfungsleitlinien erläutern die Motivation des Teams, sich um die Zertifizierung zu bemühen. Die Präambel lautet:
    „Global denken, vor Ort handeln
    Unser Handeln soll in Verantwortung und Achtung vor unserem Lebensraum vor Ort geschehen, aber auch in Ver­antwortung und Achtung vor den Menschen und Lebens­räumen woanders auf der Welt. Wir wollen darauf achten, dass unser Lebensstandard nicht auf Kosten anderer geht. Er soll sich mit den Bedürf­nissen von anderen Menschen und mit den Bedürfnissen von anderen Lebensräumen vereinbaren lassen. Gemein­sam setzen wir uns für nachhaltige Lebensbedingungen in der ganzen Welt ein.“
  • Eine umfangreiche Erfassung unterschiedlichster Daten macht im Jahresvergleich Fortschritte und Rückschläge transparent und bietet Ansatzpunkte für Maßnahmen, die die eigene Umweltbilanz kontinuierlich verbessern helfen. 
  • Orientiert an Umweltrelevanz und Verbesserungspotential werden hierbei Prioritäten gesetzt.

Man braucht einen langen Atem. Doch dann gelingt es, das eigene Handeln umweltgerecht(er) zu gestalten.

Nachahmenswert!

 

Ingo Faus
Leiter der Abteilung Erwachsenenbildung und Hochschulen