Montag, 15. Januar 2024
Gedenkfeier „Erinnern – Gedenken – Mahnen“ und Begleitprogramm
Jährlich zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus findet in Speyer unter dem Motto „Erinnern – Gedenken – Mahnen“ eine Gedenkstunde mit Begleitprogramm statt.
2024 stehen die beiden Opfergruppen der sogenannten „Asozialen“ und „Berufsverbrecher“ thematisch im Mittelpunkt. Sie mussten in den Konzentrationslagern den schwarzen oder grünen Häftlingswinkel tragen. Beide Gruppen wurden erst im Jahr 2020 – 75 Jahre nach Kriegsende (!) – vom Deutschen Bundestag als Opfergruppen anerkannt.
Die Gedenkstunde am Donnerstag, 25. Januar 2024 um 18:00 Uhr wird gestaltet von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und Schüler*innen Speyerer Schulen.
Im Begleitprogramm wird eine Lesung einen vertieften Einblick in die nationalsozialistische Verfolgung der Pfälzer Familie Ims ermöglichen. Und ein Vortrag wird Menschen in den Blick nehmen, die in Deutschland heute gesellschaftlich am Rand stehen und sozial ausgegrenzt sind. Die Termine hierfür sind:
- Montag, 29. Januar 2024, 19:00 – 20:30 Uhr
Vortrag mit Prof. Dr. Gerhard Trabert: Am Rand der Gesellschaft – Armut und Gesundheit in Deutschland
- Montag, 5. Februar 2024, 19:00 – 21:00 Uhr
Vortrag und Lesung mit Alfons L. Ims: Das Leben der Familie Ims in der Pfalz – Wie die Nazis aus einem Sozialfall eine „asoziale Großfamilie“ machten und diese zerschlugen
Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte dem Flyer.
Veranstaltungsort für die Gedenkstunde wie auch für das Begleitprogramm ist die Synagoge Beith-Shalom der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz, Am Weidenberg 3 in 67346 Speyer.
Gemeinsam laden die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz, die Stadt Speyer, die Deutsch-Israelische Gesellschaft, die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz und die Katholische Erwachsenenbildung des Bistums Speyer zur Veranstaltungsreihe ein.
„Erinnern – Gedenken – Mahnen“ wird gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.
